Die Birkin-Bag ist eine seit 1984 in Handarbeit gefertigte Damenhandtasche der Luxus-Modemarke Hermès, die nach der englischen Schauspielerin Jane Birkin benannt ist. Die Tasche ist, wie die in den 1930er Jahren ebenfalls von Hermès entworfene Kelly Bag, nicht nur ein vielfach nachempfundener Klassiker des Modedesigns, sondern aufgrund des hohen Preises und der geringen Anzahl angefertigter Exemplare auch ein Statussymbol. Anders als eine It-Bag, die nach kurzer Zeit aus der Mode kommt, sind Birkin Bags auch nach über 25 Jahren immer noch begehrt und erzielen hohe Wiederverkaufserlöse. Die Birkin Bag wird in den Größen 25, 30, 35, 40, 50 und 55 cm in verschiedenen Farbvarianten und Lederarten hergestellt, wobei die beiden größten Varianten als Reisetaschen konzipiert sind. Birkin-Bags werden nur Bestellung gefertigt. Man kann deshalb Leder, Farbe, Metallverschlüsse und weitere Ausstattungsdetails selbst zusammenstellen. Zu den angebotenen Lederarten zählen neben Kalbsleder auch Straußenleder. Das Innenfutter besteht meist aus Ziegenleder. Alle Metallteile sind mit Gold beschichtet, um Anlaufen zu verhindern.
Das Design der Birkin wie auch der Kelly Bag lässt sich auf die Haut à Courroies zurückführen, eine Tasche, die Émile-Maurice Hermès, der Enkel des Firmengründers, im Jahr 1892 herausgebracht hatte. Haut à Courroies steht für „hoher Gürtel“ und bezieht sich auf den Gürtel, mit dem die Tasche oben verschlossen werden konnte. Das Design der HAC war an die Form von Satteltaschen angelehnt, die Hermès bei argentinischen Gauchos beobachtet hatte. Wie die Birkin und Kelly Bags wurde auch jede HAC von einem einzelnen Täschner in kleinteiliger Handarbeit genäht. Die HAC wird bis heute produziert und inzwischen vielfach für eine Variante der später daraus abgeleiteten Birkin Bag gehalten. 2005 nahm Top-Designer Jean-Paul Gaultier ein Redesign der Birkin Bag vor, seitdem gibt es die Birkin auch als Schultertasche
